Bezirksapostel Herbert Tiedt-Bildmitte-am 05.01.1958 am Altar zu Schwerin, v.l.nr. BÄ Tessmann, BE Meyer, BE Wolter, BÄ H.Schulz, BÄ Prause, BAP Tiedt, BE Kairies, BÄ Walter, BE Haak, BÄ Arndt, BÄ Adam

50 Jahre Apostelbezirk MV - 2007

Anfänge der Apostelwirksamkeit im Territorium des Apostelbezirks Mecklenburg–Vorpommern

Vor der Jahrhundertwende, etwa ab 1880, gab es im Norden  Deutschlands die Apostelbezirke Braunschweig, Hamburg und Berlin. Den Apostelbezirken Berlin und Hamburg kommt hinsichtlich der Gründung und Entwicklung des heutigen Apostelbezirkes Mecklenburg – Vorpommern eine besondere Bedeutung zu. Im Jahre 1893 konnte die erste Gemeinde im heutigen Bereich des Apostelbezirkes gegründet werden. Es handelte sich um die heute noch bestehende Gemeinde Havelberg. Im Jahre 1895 konnte bereits die Gemeinde Sandau a. d. Elbe gegründet werden.

Als dritte Gemeinde wurde noch kurz vor der Jahrhundertwende im Jahre 1899 die Gemeinde Pritzwalk gegründet. Mit diesen Gemeinden ist sehr eng der Name des damaligen Schreinergesellen Joachim Prössel, geb. am 17.02.1871 verbunden.

Es ist erwähnenswert, dass der Stammapostel Urwyler bei der Amtseinsetzung der Apostel Hoffmann und Nährkorn am 15.11.1981 in Wittenberge die Bibel des Priesters Prössel benutzte.

Im vorpommerschen Raum war es der Priester Bindernagel der in Lauterbach auf Rügen im Jahre 1895 die erste Gemeinde gründete. Er selbst war aus Ostpreußen gekommen, zog jedoch 1896 wieder in die Heimat zurück. Die Gemeinde war aber gegründet. Im Land Mecklenburg - Strelitz wurden  die Gemeinden Beenz und Ravensbrück, die leider nicht mehr bestehen, im Jahre 1896 gegründet. Die Gemeinde Fürstenberg wurde 1898 gegründet. Die weiteren Gemeinden bildeten sich ab dem Jahre 1900.
 

Entwicklung der vorpommerschen Gemeinden aus dem Apostelbezirk Berlin

1899 wurde von Berlin aus die spätere Bezirksgemeinde Stettin gegründet. Der Bahnbedienstete  Böseke, der als Vorsteher die Gemeinde Berlin-Pankow führte, wurde von seiner Dienststelle nach Stettin versetzt. Das wirkte sich trotz anfänglicher Schwierigkeiten segensreich für den Bereich Stettin aus. 1904 ging aus dieser Gemeinde die Gemeinde Stettin-Grabow hervor. Zu nennen ist weiterhin der 1901 nach Stettin zugezogene Priester und spätere Bezirksvorsteher und spätere Apostel Brandes. Einigen älteren Geschwistern sind ebenso noch der Bezirksälteste und spätere Apostel Scheel und die Bezirksältesten Richter und Ziegler bekannt. Im Jahre 1951 wurde der Bezirksälteste Ziegler in Hamburg zum Bischof ordiniert.

Entwicklung der mecklenburgischen Gemeinden aus dem Apostelbezirk Hamburg

Nach dem ersten Weltkrieg im Jahre 1918, kehrten viele Amtsbrüder nicht mehr in die Heimat zurück. Selbstverständlich hatten dadurch auch die Gemeindegründungen stagniert. Der Weitsicht des Stammapostel Niehaus ist es zu verdanken, dass bald eifrige und geeignete Amtsbrüder flächendeckend tätig sein konnten. Im Jahre 1922 erhielten die von Hamburg betreuten Gemeinden in Mecklenburg die ersten Bezirksältesten aus dem heimatlichen Bereich. Der Stammapostel Niehaus übertrug den seitherigen Priestern Gustav Eggers und Paul Karkhof das Bezirksältestenamt.
Der Bezirksälteste Paul Karkhof aus der Gemeinde Leussow wurde somit der erste Bezirksälteste im Land Mecklenburg. Am 25.09.1927 hielt der Stammapostel mit dem Stammapostelhelfer und weiteren 11 Aposteln in Hamburg einen besonderen Gottesdienst. In diesem Gottesdienst erhielt der inzwischen stark gewachsene Bezirk Schwerin den für diesen Bereich zuständigen Bischof Otto Buchheister. In dieser Zeit und etwas später wurden viele neue Gemeinden gegründet. Erst mit Beginn des 2. Weltkrieges veränderten sich die Verhältnisse.
 

Entwicklung in der Zeit von 1945 bis zum Jahre 1957

Die Festlegungen im „Potsdamer Abkommen“ sorgten für einen großen Flüchtlingsstrom aus den Gebieten Ostpreußen und Hinterpommern nach Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Ein Teil der Geschwister fanden in den hiesigen Gemeinden des heutigen Bezirkes Mecklenburg-Vorpommern ihre Seelenheimat wieder. Unter dem Wirken des Bezirksapostels Landgraf, dem nach dem Krieg auch das Gottesvolk im ganzen Norden Ostdeutschlands anvertraut wurde, fanden die Geschwister Trost und Herzensfrieden. Zu erwähnen ist, dass der ehemals für den Bereich Köslin zuständige Bezirksälteste Kurt Arnold, den aus dem Bezirk Stettin-West hervorgegangenen Ältestenbezirk Mecklenburg-Nord II, nach 1945 von dem Bezirksapostel Landgraf, anvertraut bekam. Stettin und Neuwarp waren polnisches Territorium geworden. Offiziell fanden keine Gottesdienste mehr statt. Nur einige in Polen verbliebene Geschwister fanden sich noch in Stettin zusammen. Daher war der Bezirksälteste Arnold, mit Wohnort Westberlin, für die vorpommerschen Gemeinden zuständig. Bedingt durch die politischen Verhältnisse in der damaligen DDR (Religionsgesetz) durfte der Bezirksälteste Arnold jedoch nicht mehr in die DDR einreisen und Gottesdienste halten. So bekam im Jahre 1952 der Bezirksälteste Hermann Schulz aus Wolgast diesen Bezirk anvertraut.

Die Geistessaat der Apostel Hallmann, Güldenpfennig, Scheel und Lembke, sowie der Apostel Oehlmann und Hinz aus Ostpreußen brachte Früchte der Barmherzigkeit, des Vergebens und des Einssein unter den „Flüchtlingen“ hervor, so dass alle dem Stammapostel weiterhin freudig und in Treue nachfolgen konnten. Von 1945 bis 1952 wurden durch die Seelenarbeit der Amtsbrüder und Geschwister Segensspuren gezeichnet und der Aufbau des zukünftigen Apostelbezirkes im vereinten Land Mecklenburg-Vorpommern angefangen.

Unvergesslich bleibt für alle, die daran teilgenommen haben, der 1.Gottesdienst des Stammapostels Bischofs nach Kriegsende am Montag, dem 08. Mai 1950 im Titania – Palast in Berlin. Für den Apostelbezirk Berlin hatte der Stammapostel zuvor den Bischof Arthur Rushak gesetzt. Sein erstes Dienen für den Bereich Mecklenburg fand in Güstrow statt. Wie bereits erwähnt, diente der Bezirksälteste Arnold in Vorpommern. Den Geschwistern in Mecklenburg-Strelitz diente der Bezirkseveangelist Erich Dudeck aus Berlin als Bezirksvorsteher. Zur Hilfe des Bezirksapostels Landgraf empfing am 03. Juni 1951 in Berlin Bezirksältester Herbert Tiedt durch Stammapostel Bischof für den Bereich Mecklenburg das Apostelamt. Der Apostel Herbert Tiedt wurde am 30. März 1907 in Neustrelitz geboren.

An dieser Stelle sei besonders erwähnt, dass der am 17.02.1991 in Schwerin heimgegangene Bezirksapostel Herbert Tiedt im Jubiläumsjahr 2007, 100 Jahre alt geworden wäre.

Eine besondere Würdigung dieses Geburtstages erfolgte in einem Gottesdienst des Apostels Böttcher an seiner langjährigen Wirkungsstätte in Schwerin und durch den Bezirksapostel Schumacher an seinem Geburtsort in Neustrelitz. Es waren zu dieser Zeit 121 Gemeinden zu versorgen. Bedingt durch politische Entscheidungen musste ab erstem Halbjahr 1952 der Bezirksapostel Landgraf und der noch zuständige Bezirksvorsteher Arnold aus Berlin-West die Reisen in die Arbeitsgebiete der damaligen DDR einstellen. Der liebe Gott hatte jedoch schon zuvor alles zum Segen seiner Kinder vorbereitet. Mit viel Weisheit hat der Apostel Tiedt im Einssein mit dem Bezirksapostel Landgraf in seinem Arbeitsbereich gewirkt. Für die Bereiche Berlin-Ost und Brandenburg wurde am 12.April 1953 der Apostel Wilhelm Schmidt gesetzt. Die neu entstandenen ostdeutschen Bereiche wurden durch viel Liebesarbeit im Sinne des Bezirksapostels gefestigt und weiter aufgebaut. Dann ging am 15.Dezember 1956 der Bezirksapostel Arthur Landgraf heim. Ein vom Herrn gesegneter Apostel ließ dankbare Geschwister in der Betreuung treuer Amtsbrüder zurück. Wunderbar hatte der Herr vorgesorgt. Der Stammapostel ließ keine Lücke in der Führung der Bezirke entstehen und bildete am 01.01.1957 die beiden selbständigen Apostelbezirke:
Berlin-Brandenburg unter Leitung von Bezirksapostel Schmidt, Ost-Berlin und Mecklenburg unter Leitung von Bezirksapostel Tiedt, Schwerin

Dadurch wurde der bisherige Wirkungsbereich des Bezirksapostes Tiedt in einen selbständigen Bezirksapostelbereich erhoben.

Anmerkung: Der Bereich Vorpommern durfte zur damaligen Zeit nicht namentlich genannt werden.
 

Der am 01.01.1957 neu gegründete Apostelbezirk Mecklenburg, später Mecklenburg–Vorpommern

Im neu gegründeten Apostelbezirk Mecklenburg wurden Strukturen gebildet, wie sie auch in den anderen Bezirksapostelbereichen bestanden. (siehe Bericht „50 Jahre Ältestenbezirk Pasewalk“)

Der Apostelbezirk wurde in acht Ältestenbezirke unterteilt. Jeder Bezirk wird auch heute noch durch einen Bezirksvorsteher geleitet. Größere Bezirke bekamen zusätzlich einen Bezirksevangelisten zur Unterstützung des Bezirksältesten. Der bestehende Ältestenbezirk Mecklenburg-Nord II wurde in die Bezirke Pasewalk und Stralsund geteilt. Im Jahr 1991 kam dann noch der Missionsbereich Litauen-Ost, geleitet von dem Bischof und späteren Apostel Böttcher, als zusätzlicher Bezirk hinzu.

Im Aufschauen zum Stammapostel und im Einssein mit den treuen Mitarbeitern war der Bezirksapostel Tiedt stets darauf bedacht, die Gotteskinder an das Herz des Stammapostels zu führen. Besondere Sorgen bereiteten dem Bezirksapostel die zum Teil fehlenden bzw. maroden Gottesdiensträume. Vorbildlich wurden auf diesem Gebiet durch die Mitarbeit aller Brüder und Geschwister Veränderungen geschaffen. Die Statistik verweist darauf, dass allein bis zum Jahre 1978 18 Neu- bzw. Umbauten entstanden. Weitere 20 erfolgten bis zum Jahre 1993. Die Gemeinde Pasewalk hatte ja bereits 1951 einen neu umgebauten Kirchenraum erhalten. Der größte Kirchenbau war  der vom Bischof Adam am 06.09.1963 eingeweihte Kirchenbau in Rostock.

Die wichtigste Seite im Betätigungsfeld war natürlich die Seelenarbeit. Solange die Möglichkeit bestand, wurden Gottesdienste des Stammapostels in Berlin auch zu Höhepunkten des Glaubenslebens  für den Bezirk Mecklenburg genutzt. Der letzte bedeutungsvolle Gottesdienst des Stammapostels Bischoff wurde am  03. April 1960 in Berlin erlebt. (Wort aus Hebräer 10, 32-39) In diesem Gottesdienst empfing der Bezirksälteste Willy Adam aus Boock – Bezirksvorsteher des Ältestenbezirkes Pasewalk – das Bischofsamt für den  Apostelbezirk Mecklenburg. Diese Amtshandlung wurde zur letzten Amtshandlung des dann am 06. Juli 1960 heimgegangenen Stammapostels Bischoff.

 

Sein Nachfolger, Stammapostel Walter Schmidt, Dortmund, versammelte am 30.Juli 1961 alle Apostel, Bischöfe und Bezirksämter aus der DDR zu einem Ämtergottesdienst in Berlin – Steglitz. In Auswertung eines besonderen Ereignisses gab diese Ämterversammlung den trostbedürftigen und kraftbedürftigen leitenden Amtsbrüdern neue göttliche Kräfte und Handlungssicherheit für die zukünftige Seelenarbeit. Nur 14 Tage später, am Sonntag, dem 13. August 1961, wurden die Grenzen  aus politischen Gründen geschlossen. Selbst für die Apostel war der Kontakt zum Stammapostel äußerst kompliziert. Die gewaltsame äußere Trennung war vollzogen. Das Einssein blieb erhalten, wie es so schön in Römer 8,38.39 zum Ausdruck kommt. Dem Stammapostel Schmidt war es in seiner Amtszeit nicht vergönnt, die DDR und damit den Apostelbezirk Mecklenburg zu besuchen. In seinem Auftrag besuchten am 10.12.1966 die Bezirksapostel Schumacher und Startz Bezirksgemeinden in der DDR. Pasewalk gehörte auch zu den ausgewählten Gemeinden. Später waren es die Bezirksapostel  Schmidt und Kortüm, die im Auftrage des Stammapostels Schmidt den Bezirk Mecklenburg besuchten. Am 24. August 1975 kam der Tag an dem der Stammapostel Streckeisen erstmals in seinem neuen Amt in Berlin diente. Sein Wohnsitz in der Schweiz machte es möglich. Die Gotteskinder aus dem Bezirk Mecklenburg erlebten den Stammapostel Streckeisen erstmals am 04. und 05. September 1976 in Rostock. Ein nennenswerter Tag war der 20. März 1977. An diesem Tag ordinierte Stammapostel Streckeisen in Berlin den Bischof Willy Adam zum Apostel. Hier hatte der liebe Gott wieder vorgesorgt, denn kurz danach erlitt der Bezirksapostel Tiedt einen Herzanfall und konnte sich nur schwer davon erholen. Stammapostel Hans Urwyler setzte Bezirksapostel Herbert Tiedt am 07. September 1980 nach fast 30 Jahren Aposteltätigkeit in den Ruhestand. Im gleichen Gottesdienst wurde Apostel Willy Adam zum Bezirksapostel ordiniert. Das Einssein der beiden Apostel in der Vergangenheit brachte einen von den Geschwistern nicht spürbaren Wechsel in der Führung des Apostelbezirkes.

Der Bezirksapostel sorgte sich sehr um die „weißen Flecken“ und ging allen Brüdern und Geschwistern selbst dienstags in der Weinbergsarbeit voran. In diese Zeit öffneten sich auch die Grenzen gen Osten. Von dem Bischof Böttcher vorbereitet, begab sich der Bezirksapostel Adam ab November 1990 selbst noch auf Missionsreisen nach Litauen. Dieser Missionstätigkeit schlossen sich viele Brüder aus dem Apostelbezirk an und wirkten in den zugeteilten Bereichen im Missionsgebiet Litauen – Ost. Im Jahre 2002 Wurde dieses Missionsgebiet an den Apostelbezirk Nordrhein-Westfalen übergeben. Ein kleiner Teil der ehemaligen Missionsreisenden wirkte mit dem Apostel Böttcher weiter in Sibirien. Auf die Schaffung würdiger Versammlungsstätten, die überwiegend in Liebesarbeit errichtet wurden, legte der Bezirksapostel ein großes Augenmerk. Im innigen Aufschauen zum Stammapostel wirkte der Bezirksapostel Adam in großer Liebe und konnte so die Orchesterarbeit einführen und die Arbeit in anderen Arbeitskreisen qualifizieren. Jedoch musste eine Stütze gefunden werden. So wurde durch Stammapostel Urwyler am 14.September 1986 in einem Festgottesdienst der bisherige Bezirksälteste Böttcher zum Bischof ordiniert und am 22. November 1992 in Oldenburg zum Apostel ausgesondert.

Kurz nach seinem 73. Geburtstag trat in einem feierlichen Gottesdienst in Schwerin am 16.Januar 1994 der Bezirksapostel Adam in den Ruhestand. Vom Stammapostel Richard Fehr wurde der Apostelbezirk Mecklenburg-Vorpommern im gleichen Gottesdienst dem Bezirksapostel Wilhelm Leber übertragen. Der Bezirksapostel Leber leitete bereits die Apostelbezirke Hamburg und Bremen. Ihm ist es auch zu verdanken, dass alle drei Apostelbereiche mehr und mehr zu der Gebietskirche Norddeutschland zusammenwuchsen. Zur Unterstützung des Apostels Böttcher wurde der bisherige Bezirksälteste Eckhard Möller am 16. Januar 1994  zum Bischof ordiniert. Wie alle bisherigen Bezirksapostel wirkte der Bezirksapostel Leber im Einssein mit dem Apostel Böttcher, dem Bischof und den Bezirksämter sehr zum Segen der Geschwister in dem nun erweiterten Bereich. Neben der Seelenarbeit und der mühevollen langsamen Angleichung bestimmter Arbeitsformen in den anvertrauten Bereichen wurde Wert auf die Modernisierung vieler Versammlungsstätten gelegt. Den veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse im Apostelbezirk ist es allerdings geschuldet, dass es zu einem großen Bevölkerungsschwund kam. Dementsprechend nahmen in den einzelnen Gemeinden auch die Gemeindestärken ab. Einzelne Gemeinden mussten aufgelöst werden. Trotz der Annäherung der einzelnen Gebietskirchen blieb der Apostelbezirk Mecklenburg eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und als ein Teil des Bezirksapostelbereiches Norddeutschland bestehen.

Am 15. Mai 2005 (Pfingsten) kam es zu einer bedeutsamen Veränderung. Unser Bezirksapostel Leber wurde zum Stammapostel ordiniert. Trotz seines hohen Amtes leitete er noch bis zum 27. November die Gebietskirche Norddeutschland. Am 27. November wurde der Apostel Karlheinz Schumacher in einem Festgottesdienst in Bremen zum neuen Bezirksapostel ordiniert. Es ist so wohltuend, dass durch das Einssein der Vorangänger keine spürbaren Änderungen erkennbar sind. In jedem Beisammensein bekunden immer wieder die Geschwister erlebte Herzensnähe zu unserem jetzigen Bezirksapostel. Als Verlust registrierten allerdings die Geschwister die Ruhestandssetzung des Bischofs Möller. Im „Mutteramt“ leitete er so ganz persönlich und herzlich alle Amtsbrüder an und wurde von allen Geschwistern sehr geliebt. Als Leiter der Bauabteilung hatte er ebenfalls ein offenes Ohr für die Nöte der Bezirks- und Gemeindevorsteher. Die Ruhestandssetzung erfolgte am 27. November 2005 in Bremen.

Autor: Siegfried Wegner