120 Jahre Neuapostolische Kirche Pasewalk

Unter dem Bibelwort aus Psalm 109, 30: „Ich will den Herrn sehr danken mit meinem Munde und ihn rühmen in der Menge“ feierten wir am 07. Sep. 2025 das 120-jährige Bestehen unserer Gemeinde Pasewalk.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes, den Apostel Kasper gehalten hat, stand die Dankbarkeit gegenüber Gott. Er führte uns vor Augen, dass wir viele Gründe zum Danken haben: für die Menschwerdung Jesu, für sein Opfer und für das Geschenk des Gebets, das uns der Herr selbst gelehrt hat. Dank gilt auch für das Heilige Abendmahl, das uns immer wieder neu mit Christus und untereinander verbindet, sowie für die Gemeinschaft und den göttlichen Segen, den wir erfahren dürfen.

In seinem Dienen blickte er auch auf die Anfänge der Gemeinde zurück: Die Glaubensbrüder, Crispin und Ramm, scheiterten zunächst andernorts bei ihrer Absicht, das Evangelium zu verbreiten. Getragen von einem starken Glauben und Gottes Fügung auf ungewöhnlichsten Wegen gelang ihnen dies aber in Pasewalk. Aus diesem kleinen Anfang entstand unsere Gemeinde, die nun auf 120 Jahre zurückblicken darf.

Insbesondere in schwierigen Situationen sollen wir Mut aufbringen und unsere christlichen Werte mit einem offenen Herzen voller Dankbarkeit leben. Gerade dort, wo diese Werte in Abrede gestellt werden, wollen wir etwas entgegensetzen – Lob und Dank in diese Zeit tragen.

In ihren Predigtbeiträgen griffen die Mitdienenden die Gedanken des Apostels auf:

BE Schernath überbrachte herzliche Grüße aus dem Nachbarbezirk und erinnerte daran, dass schon ein „Glaube wie ein Senfkorn“ Leben und Liebe in sich trägt und wachsen kann. Auch wenn im Strudel dieser Zeit viel Negatives auf uns einströmen will, kann schon aus kleinstem Vertrauen zu Gott Großes entstehen.

PR Rautenberg lenkte den Blick auf die Dankbarkeit gegenüber allen, die uns im Glauben und für die Gemeinschaft die wir heute erleben dürfen, vorangegangen sind. Er erinnerte daran, dass all unser menschliches Wirken ohne Gottes Zutun erfolglos bliebe und sich Danken in Lob und Bekenntnis äußert.

BÄ Gottschalk hob hervor, wie wichtig es ist, Gott auch in schwierigen Zeiten zu loben und zu bekennen. Er blickte auch auf die Nachkriegsjahre zurück, in denen die Geschwister trotz größter Not loben und danken konnten. Wir möchten dies auch dann fortführen, wenn die Menge um uns herum manchmal ganz anders denkt und handelt. Für uns ist das 120-jährige Jubiläum jedoch nicht ein Ende, sondern eine Wegmarke auf dem Weg zu unserem Ziel.

Im gemeinsamen Feiern des Heiligen Abendmahls hob unser Apostel auch die geschichtliche Dimension hervor. Seit jeher feiern Christen es in guten und in schweren Zeiten. Dieses Sakrament verbindet uns nicht nur mit dem Opfer Jesu, sondern richtet uns auch auf seine Wiederkunft aus. „Wir werfen damit schon jetzt den Anker ins zukünftige Reich Gottes“, so der Apostel.

Der Festgottesdienst machte deutlich: Dankbarkeit schenkt Mut und Zuversicht. Wir blicken dankbar zurück und zugleich voller Vertrauen nach vorn – im Wissen, dass Gott die Gemeinschaft der Gläubigen weiterhin segnen wird.

Zu unseren Gästen zählten Glaubensgeschwister aus unserer Nachbargemeinde Gramzow, Vertretern der katholischen Kirche und viele ehemalige Pasewalker Geschwister. Wir danken Ihnen für Ihr Kommen und die schönen gemeinsamen Stunden.

Den Nachmittag konnten wir zusammen mit vielen unserer Gäste beim Vorsteher in Friedberg feiern und dabei viel Freude erleben.

CR